Programmbeschreibung
Ermittlung der Haltbarkeit von Arzneimitteln
Systemvoraussetzungen
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Programmbeschreibung

Prognosis ist ein Tool für analytische Labors im Pharmabereich zur Stabilitätsuntersuchung von Arzneimitteln.

Das Arzneimittelgesetz fordert von den Pharmaunternehmen genaue Angaben bezüglich der Haltbarkeit der Produkte. Früher erfolgte die Angabe der Haltbarkeit zu 2 Stichtagen des Jahres, dem 30. 6 oder zum 31.12., mittlerweile ist die die Monats-, bei einigen Herstellern die taggenaue Angabe der Haltbarkeit üblich geworden.

Wenn Sie das Programm starten erscheint ein Fenster mit einem Register. In den Registerkarten können Sie sowohl die Dateneingabe wie auch die Ergebnisausgabe bewerkstelligen. Am Anfang jeder Sitzung mit Prognosis steht die Dateneingabe. Diese gliedert sich in zwei Teile: Kopfdaten und Meßreihen.

Dazu stellt Ihnen Prognosis Registerkarten zur Verfügung:

  • Registerkarte: Kopfdaten
    Auf dieser Seite können Sie einen Kommentar, welche Substanz und nach welcher Methode die Untersuchung erfolgte, eingeben. Sie müssen auch hier die Einheiten der Konzentrationen und der Zeit festlegen. Sehr sinnvoll ist ebenso die Eingabe der Kommastellen. Der Umfang des Reports hängt von der Wahl der Berechnungen ab. Je mehr Berechnungen Sie auswählen, desto umfangreicher der Report.
  • Registerkarte: Daten
    Auf dieser Seite können Sie ihre Temperaturreihen, d.h. die Konzentrationsangaben bei vorangeschrittener Zeit und bei einer bestimmten Temperatur. Ferner können Sie einen Kommentar zu der Temperaturreihe eingeben. Zur Ergebnisausgabe stellt Ihnen Prognosis drei Registerkarten zur Verfügung:
  • Registerkarte: Prognosen
    Auf dieser Seite werden auf zwei verschiedene Weisen die Prognosen zur Stabilität ausgegeben. Sie können entweder einen Report mit allgemeinen Stabilitätsangaben bekommen oder eine ganz bestimmte, von Ihnen gewünschte Stabilitätsprognose. Im allgemeinen Prognosenreport finden Sie die Angaben zur Lagerdauer für die Abbauquoten: 1-, 2-, 5- und 10% einschließlich Fehlerrechnung bei 20 und 25 °C. Außerdem erscheint hier der prognostizierte Gehalt nach einem, zwei und fünf Jahren einschließlich des Vertrauensbereiches bei 5, 10, 15, 20, 25 und 30 °C.
  • Registerkarte: Report
    Auf dieser Seite erscheinen die berechneten Geschwindigkeitskonstanten, Anfangskonzentrationen und Parameter der Arrheniusgleichung. Ferner wird die Stabilitätsprognose für den 5%igen und den 10%igen Abbau bei 20°C, so wie Angaben zur jeweiligen Fehlerrechnung ausgegeben.
  • Registerkarte: Grafik
    Auf dieser Seite finden Sie zur schnellen optischen Überprüfung die graphischen Darstellungen der Regressionen. Damit Sie sich die verschiedenen Regressionskurven ansehen können, müssen Sie im Registerblatt unten auf die entsprechende Registerlasche klicken.
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Ermittlung der Haltbarkeit von Arzneimitteln

Zur Ermittlung der Haltbarkeit werden generell 2 Verfahren angewendet:

  • Kurzzeittests
  • Langzeittests
  • Beim Kurzzeittest wird das Produkt bei Raumtemperatur oder leicht erhöhter Temperatur einige Monate eingelagert und auf Gehalt der Hauptkomponente untersucht, beim Stresstest wird das Arzneimittel bei verschiedenen Temperaturen gelagert und nach definierten Zeiträumen die Abnahme des Gehaltes gemessen. Aus den Messergebnissen ist die Geschwindigkeitskonstante zu errechnen. Diese werden dann in die Arrhenius - Gleichung eingesetzt, mit deren Hilfe die Haltbarkeit für eine beliebige Temperatur unter Voraussetzung einer konstanten Reaktionsordnung berechenbar ist. Der Kurzzeit - und Stresstest kann naturgemäß nur Anhaltspunkte für die Stabilität einer Zubereitung liefern, da die Testbedingungen einige Unbekannten enthalten, die z.B. die Reaktionsordnung, die als konstant angenommen wird. Letztlich wird durch Berechnung mit Extrapolation der theoretische Zeitpunkt bestimmt, bei dem der vom Gesetzgeber geforderte Gehalt von 90% unterschritten wird. Glücklicherweise sind weitaus die meisten Zersetzungsreaktionen von Wirkstoffen in pharmazeutischen Zubereitungen formal vom Typ 1. Ordnung und die Arrhenius-Parameter A und E temperaturunabhängig, so dass die vorgeschlagene Strategie zur Auswertung von Stresstests mit Erfolg praktiziert werden kann.

Prognosis ermittelt aus Ihren Messreihen bei mehreren Temperaturen jeweils die Geschwindigkeitskonstante nach zwei Berechnungsarten:

  • Kinetik 1. Ordnung durch lineare Regression nach nichtlinearer Transformation
  • Kinetik 1.Ordnung durch nicht lineare Regression

Aus den berechneten Geschwindigkeitskonstanten ermittelt Prognosis über die Arrheniusgleichung die Gleichungsparameter A und E (Aktivierungsenergie) nach drei Berechnungsarten:

  • Arrheniusgleichung durch lineare Regression nach nichtlinearer Transformation
  • Arrheniusgleichung durch nichtlineare Regression
  • Arrheniusgleichung durch multiple nichtlineare Regression

Mit Hilfe dieser Parameter kann Prognosis die Haltbarkeit für beliebige Temperaturen voraussagen. Folgende wählbaren Ausgabemöglichkeiten der Ergebnisse sind vorgesehen:

  • Berechnung der Geschwindigkeitskonstanten und der Parameter der Arrheniusgleichung
  • Ergebnisse der Stabilitätsprognose einschließlich Fehlerberechnung
  • Graphische Darstellung der Regressionsrechnung
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Systemvoraussetzungen

  • Betriebssystem: Windows 95/98/ME/NT/2000/XP/Vista/7
  • Hauptspeicher: 16 MB
  • Festplatte: 1 MB
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